Software für alle. Audit für alle.

Website, Knowledge Base und Customer Portal – geprüft auf digitale Barrieren. Inklusive Lizenzverwaltung, Formularen und Checkout. Drei Plattformen, ein Audit. Mit JAM Software auf Augenhöhe an jedem Touchpoint.

Client
JAM Software
Testkriterien
BITV & WCAG 2.2
Findings
225
„Die formulierten Findings und der Jira-Import mit den Lösungsvorschlägen waren ideal, um die Barrieren effektiv zu entfernen. Wir hatten eine reibungslose, unkomplizierte Kommunikation.“

Keine Floskeln, keine Buzzwords. Nur das, was wirklich liefert.

  • Ø 70

    WCAG-Kriterien je Domain geprüft – alle anwendbaren AA-Kriterien, keine Ausnahmen.
  • 48 %

    WCAG-Konformitätsgrad. 30 von 62-75 geprüften Kriterien ohne Findings bestanden.
  • Ø 16

    Findings pro Seite. Zeigt die Prüftiefe aus KI-Scan und Experten-Review.
  • 60 %

    der Findings hat JAM direkt als Prio 1 umgesetzt.

Barrieren abgebaut. Funktionen aufgebaut.

Fokus in der Lizenzverwaltung

Tastatur-Nutzer navigieren per Fokus. In der Lizenzverwaltung war der aber kaum sichtbar – wer nur mit Tastatur arbeitet, verliert die Orientierung.

  • Kontrastreicher Fokusrahmen (min. 3:1) für alle Links empfohlen.
  • Entfernung unterdrückter Browser-Fokusrahmen (outline: none) gefordert.
  • Sichtbare Fokusreihenfolge für die gesamte Lizenzübersicht spezifiziert.
Beispielhafte Darstellung der Lizenzübersicht im Customer Portal: Der fokussierte Button „Verlängern“ trägt einen deutlich sichtbaren Fokusrahmen, nummerierte Marker zeigen die Fokusreihenfolge.

Icons ohne Beschriftung

Icon-only-Links in Header und Footer: sichtbar, aber für Screenreader unsichtbar. Ohne Aria-Label existieren Warenkorb, Profil und Social-Links schlicht nicht.

  • Aria-Labels für Warenkorb-, Profil- und Social-Media-Links festgelegt.
  • Textalternative für das Passwort-Sichtbarkeits-Icon spezifiziert.
  • Fehlerhaft beschriftetes Sprachauswahl-Icon als Quick Win markiert.
Vergleich eines Profil-Icon-Links: Ohne aria-label liest der Screenreader nur „Link“ vor, mit aria-label „Profil, Link“.

Formulare im Checkout

Fehlende Labels, lose Radio-Buttons, verschwundene Platzhalter – im Checkout und Preisrechner blieb offen, was eigentlich einzugeben ist.

  • Programmatische Labels für Login-, Referenz- und Adressfelder ergänzt.
  • Gruppierung der Kontotyp-Radio-Buttons via fieldset/legend festgelegt.
  • Dauerhaft sichtbare Labels statt verschwindender Platzhalter empfohlen.
Beispielhafte Darstellung des Checkout-Formulars mit gruppierten Radio-Buttons für den Kontotyp (fieldset und legend) und dauerhaft sichtbaren, verknüpften Labels für Firma und E-Mail-Adresse.

Zoom & Chat-Widget

Bei 200 % Zoom legte sich das Chat-Widget über zentrale Funktionen der Lizenzübersicht. Bedienbar? Leider nicht so ganz.

  • Responsive Positionierung des Chat-Widgets bei hohem Zoom gefordert.
  • Einklapp-Option für das Widget bei wenig verfügbarem Platz spezifiziert.
  • Ausreichender Abstand zu Bedienelementen im Hauptbereich sichergestellt.
Beispielhafte Darstellung der Lizenzübersicht bei 200 % Zoom: Das eingeklappte Chat-Widget „Hilfe“ verdeckt den Button „Lizenz verlängern“ nicht mehr.
Christian Blank

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Drei Plattformen. Jede Menge Hebel.

  1. ⚡

    Anforderungen

    Website, Knowledge Base und Customer Portal auf WCAG 2.2 und BITV 2.0 prüfen – inklusive aller transaktionalen Flows.
  2. 🎯

    Ziel

    Ein priorisiertes Lagebild über alle drei Plattformen, das JAMs Dev-Team direkt in Jira weiterarbeiten kann.
  3. 🦾

    Scope

    Drei Plattformen mit unterschiedlichen Frameworks und Nutzergruppen – in einem konsistenten Audit zusammengeführt.
  4. 🛒

    Conversion beginnt im Checkout

    Lizenzverwaltung, Preisrechner und Kaufprozess barrierefrei machen – die Flows, bei denen Accessibility direkt auf Umsatz wirkt.
  5. ⌨️

    Tastatur-Nutzer sicher navigieren lassen

    Fokusindikatoren stärken und eine klare Fokusreihenfolge schaffen – damit die Verwaltung auch ohne Maus bedienbar wird.
  6. 🏷️

    Screenreader-Support für alle Bedienelemente

    Icon-Links mit Aria-Labels ausstatten, damit Warenkorb, Profil und Navigation auch per Screenreader erreichbar sind.
  7. 🔍

    Zoom-Stabilität bis 200 %

    Layout und Chat-Widget so aufstellen, dass bei Vergrößerung keine Funktionen verdeckt werden. Alles bedienbar, jeder Zoom-Level.
  8. 📋

    Formulare, die sich selbst erklären

    Labels, Feldgruppen und sichtbare Beschriftungen im Checkout – damit klar ist, was wo einzugeben ist. Ohne Raten.

Accessibility ist kein Add-On. Sondern Teil des Plans.

  1. Überprüfung

    1
  2. Auswertung

    2
  3. Begleitung

    3

Schon: Gewusst

Barrierefreiheit basiert nicht auf Bauchgefühl – sondern auf klaren Standards.

  • WCAG 2.2

    Die Web Content Accessibility Guidelines (W3C) sind der internationale Standard für barrierefreie digitale Produkte.
    Sie beschreiben, wie Inhalte gestaltet sein müssen, damit sie für alle nutzbar sind – basierend auf vier Prinzipien:
    Wahrnehmbarkeit. Bedienbarkeit. Verständlichkeit. Robustheit.

  • BITV 2.0

    Die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung regelt in Deutschland, wie digitale Barrierefreiheit konkret umzusetzen ist. Sie überträgt die WCAG-Kriterien in nationales Recht und legt fest, welche Anforderungen öffentliche Stellen erfüllen müssen. Damit wird Barrierefreiheit rechtlich verbindlich und überprüfbar.

  • EN 301 549

    Die europäische Norm EN 301 549 beschreibt technische Anforderungen an barrierefreie IT-Produkte und digitale Services. Sie bildet die Grundlage für Prüfungen, Beschaffung und Marktüberwachung auf EU-Ebene. So sorgt sie für einheitliche Standards und klare Bewertungs-kriterien in allen Mitgliedsstaaten.

Christian Blank

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